Okt 30 2007

Einen neuen Entwicklungsserver bitte – Part 2 – Montage

Tag: LinuxKonstantin Elstner @ 11:31

Nach dem ich nun die letzten Wochen leider nicht wirklich dazu gekommen bin den Blog hier weiter zu führen will ich nun meinen Pflichten nach kommen. Jedoch zuerst noch einmal Entschuldigung, ich war kurzzeitig in Dresden bei einer Firma in ein interessantes Webprojekt involviert, das leider extrem Zeit aufwendig war, jedoch hoffe ich, dass wir bald davon lesen werden 😉

Die Frage die sich nun also stellte, war die, wie man den Server denn montieren könnte und zwar so, dass eine perfekte Abwärme ermöglicht wird und zu gleich kein Gehäuse existiert, dass eine übermäßig laute Geräuschkulisse verursacht.

Nach einigen Gedanken hierzu kam ich nun auf einen Grundidee zurück, die mich schon eine ganze Weile verfolgt hatte. Ich wollte endlich einmal einen Rechner in eine Regal oder Schreibtisch einbauen.

Daher besorgte ich mir nun bei IKEA das klassische flache IVAR Regal, dass mittlerweile gar nicht mehr in der Höhe von 75cm erhältlich ist :/ und kaufte mir dazu einen kleinen Regalboden, der wie geschaffen war um ein normales ATX Mainboard auf ihm zu montieren und daneben noch Platz für ein 2,5 Zoll HDD hatte.

Das Netzteil sollte aus Platzgründen auf der Unterseite des Regalbrettes angebracht werden, da dies weniger störend für die Optik war. Auch war eben an der besagten Stelle der beste Platz für einen HDD-Käfig den ich mir aus einem alten 486er Computer besorgt hatte, dass waren noch die Zeiten wo man die Rechner richtig ausschlachten konnte 😀

Nach einigen weiteren Gedanken zu der Kabelführung, die man leider nicht unterschätzen sollte, da die Stromkabel doch kürzer sind als man zuerst denkt begann ich die einzelnen Löcher zu bohren. Um eine Gute Abwärme für den Mobilecpu zu erreichen verwendete ich die Standardabstandsmuttern, die man aus jeder Gehäusebeigabe kennt. ich war selbstverständlich sehr skeptisch ob es denn reichen würde aber CPU-Temperaturen von ca. 40° bei mäßiger Last sprechen ja für sich und er ist noch nicht in Flammen aufgegangen.

Nun begann ich also mit einem kleinen Kastanienbohrer, besseres Werkzeug hatte ich leider grade nicht zur Hand, nach der Anzeichnung der Löcher die einzelnen Vorbohrungen zu setzen. Was sich als recht schwierig heraus stellte, da die Abstandsmuttern nicht wirklich ein Holzgewinde hatten, jedoch mit 9 Schrauben in der Summe hielt die Konstruktion dann doch halbwegs.

Der nächste schon fast schwierigere Schritt war es dann das Seasonic Netzteil zu befestigen, meinen ersten Montageversuche scheiterten leider doch. Mit Hilfe von Kleinen Eisenschienen schaffte ich es dann aber das Netzteil mit Lüfterausgang unter dem Brett Richtung Mitte hin zu montieren. Jedoch musste ich dann noch zur Stabilisierung einen Eisenhaken in das Brett schrauben, den ich am Lüftergitter einhackte, da sonst die Konstruktion zu kippen drohte.

Den Festplattenkäfig montierte ich an der Vorderseite, knapp neben dem Netzteil der Kabellänge wegen. So hatten die Festplatten genug Raum, damit die Luft nach oben hin entweichen konnte. Denn die mittlerweile zwei 3,5 Zoll Festplatten (Maxtor Diamond Max 300GB (IDE) und Seagate 500GB (SATA)) erzeugen doch schon eine gewisse Abwärme unter Last.

Als nächstes setzte bzw. legte ich meine schon leicht ältere Seagate 2,55 Zoll Festplatte als System HDD neben das Mainboard und schloss sie an.

Nach dem nun auch die alte Grafikkarte installiert war und alle Kabel dort waren wo sie hingehörten PLUS der obligatorischen Fotosession. Kam der Moment des großen Atemanhaltens.

Würde der CPU anspringen?

Würde das Netzteil laufen?

Und?

Langsam führte ich den Schraubenzieher an den Pin des Powerswitchs heran … keine Reaktion … Okay lag wohl daran, das der Netzschalter noch nicht umgelegt war, jedoch dann …

Der Rechner sprang an und ein erster BIOS-Check war möglich. Keine Kurzschlüsse, keine Funken und kein Rauch.

Ich war glücklich und machte mich dann sogleich daran aus einem alten Gehäuse den passenden Power- und Reset-Switch heraus zu brechen, denn ein Neustart und ein Einschalten per Schraubenzieher war nicht das wirklich Wahre.

Nach 4 Nägeln, 2 Streifen Klebeband und einigen Fluchen wegen abgerutschten Isoliergummis waren dann auch die Kabel und der Schalter unter dem Mainboard verstaut und der Rechner für seine Installation bereit.

Doch dieser Part kommt erst in den nächsten Tagen.


Sep 26 2007

Ubuntu && HP nx6325 (Laptop)

Tag: LinuxKonstantin Elstner @ 11:29

Ein sehr interessantes und oft angesprochenes Thema ist die Installation von Ubuntu auf Notebooks.
Da ich selber eher zu der Fraktion gehöre, die Windows ablehnen und auf der Suche sind nach guten Alternativen sind, habe ich mich auch schon mehrfach an der Installation und Anpassung von Ubuntu Linux auf meinen Rechnern versucht. Seid Version 6.10 und der neuen 7.04 (Feisty Fawn = „Entschlossenes Rehkitz“) kann man von einem durch aus ausgereiften OS sprechen, dass mit vielen interessanten Features die User lockt.
Nun will ich mich aber nicht all zu lange an den Ubuntu Details auslassen sondern gleich zum eigentlichen Kern kommen, der Installation von Ubuntu 7.04 auf einem HP nx6325 (Turion X2 TL52, 1 GB Ram, Ati Xpress 1150 Chipsatz).

Vorab sei anzumerken dass es mit der Kubuntuinstallation Probleme gab, bei der Nutzung des fglrx-ati Treibers kam es zu Problemen mit der KDE-Shutdown-Funktion.

Vorab will ich natürlich erst ein großes Dankeschön für die ausführlichen Tipps im Blog „Valentinos tiny WebServer“ danken, der exzellente Vorarbeit geleistet hat und dessen Blog hierbei als direkte Quelle dient.
Letzendlich hat er schon alles wichtige Zusammengefasst, ich gebe daher nur ein kurzes deutsches Review wieder und kommentiere und erweitere mit meinen Erfahrungen.

1) Grafikkarte

Nach der relativ simplen Installation von Ubuntu 7.04 auf dem HP nx6325 empfiehlt es sich zu aller erst den restriktiven Ati Treiber zu aktivieren, bzw. über die Konsole einzurichten, ich wähle hierbei den Weg über die Konsole und beschreibe gleich die notwendigen Schritte um einen externen Monitor als erweitertes Display per Xinerma zu nutzen:

# treiber installation
sudo aptitude install xorg-driver-fglrx
# atitreiber initalisieren
sudo aticonfig –initial
# auf dualscreen setzen
sudo aticonfig –dtop=horizontal

Anschließend Neustart der Grafischen Benutzeroberflächen (GDM) und des X-Servers per Alt+Strg+Backspace

folgendes sei hierbei anzumerken:

1. Solange der Dualscreen nicht aktiviert ist kann der Anschluss eines 2. Monitors bei Start der GDM zu einem Absturz des X-Servers führen

2. Ich habe Probleme mit der OpenGL Wiedergabe bemerkt, dass Bild erscheint verschoben, leider ist mir kein Bugfix bekannt
hierfür am besten zur Wiedergabe von Videos die X11 Option nutzen

3. Es scheint Probleme mit dem Treiber zu geben, wenn man aus dem Ruhemodus oder StandBy starten will, jedoch scheint dies nur den Dualmode zu betreffen

4. Wer die „echten“ Auflösungen seiner Displays nutzen will sollte diese noch in der xorg.conf von X11 einsetzen (Abschnitt Screen 😉 ) Bsp.:

Modes „1400×1050“ „1280×1024“ „1024×768“ „800×600“ „640×480“

2) Wlan mit WPA oder WPA2

Mackenzie hat mich mit seinem kurzen Komment auf eine andere
Möglichkeit hingewiesen wie man die Wlankarte einbinden kann, was ich
natürlich nicht vorenthalten will. Basierend auf folgenden alternative Howto eine kurze Zusammenfassung:

Laut
dem Howto ist der richtige Treiber der Wlankarte schon unter Ubuntu
7.04 eingebunden, jedoch muss dieser erst gesondert „bereit“ gemacht
werden. Hierfür ist das Tool bcm43xx-fwcutter notwendig. Welches wie
folgt installiert werden kann oder unter diesem Link downloadbar ist.

sudo aptitude install bcm43xx-fwcutter

Es
kann sein, das der aktuelle Treiber nicht mit der Wlankarte läuft, dies
würde durch eine Fehlermeldung kommentiert werden die per dmesg abgerufen werden kann. Alternativ lässt sich ein aktueller Treiber hier jetzt hier herunterladen.

Die Installation erfolgt mit folgenden Commandos in der Console:

sudo bcm43xx-fwcutter -w /lib/firmware/`uname -r` <Pfad zum Modul>/wl_apsta.o
sudo rmmod bcm43xx
sudo modprobe bcm43xx

Und somit wäre die Installation abgeschlossen.

Hier wird jedoch berichtet, dass der Netzwerkzugriff mit den Standardtreibern sehr langsam wäre, daher wird dort empfohlen unter ftp://lwfinger.dynalias.org/patches die Datei bcm43xx-softmac-sa.tar.bz2 downzuloaden und wie folgt zu installieren und zu kompilieren:

1. Herunterladen, kompilieren und installieren:

wget ftp://lwfinger.dynalias.org/patches/bcm43xx-softmac-sa.tar.bz2
bunzip2 -c bcm43xx-softmac-sa.tar.bz2 | tar x
cd bcm43xx-softmac-sa
./configure
sudo make install

2. Laden des aktuellen Treibers

sudo rmmod bcm43xx
sudo modprobe bcm43xx
Und die Setup ist abgeschlossen.

Die Alternative mit dem schnelleren Treiber habe ich noch nicht getestet, jedoch grade eben 😉 die angegebene Variante und ich war überrascht wie schnell und Problem los das ganze hin gegen der ndiswrapper Variante funktionierte.

Kein lästiges Kabel und Akkuentfernen mehr und sofortiges los surfen auch mit WPA2 genial 😉

2. der Media Card Reader

Seit Ubuntu 7.04 funktioniert dieser „Out-Of-The-Box“, daher ohne Konfiguration, ich will hierbei jedoch nicht verschweigen das ich Probleme mit SD-Karten hatte, die größer als 16MB waren.

Nach einigen googeln fand ich die folgende Lösung:

http://ubuntulinuxtipstricks.blogspot.com/
2007/04/texas-instruments-sdmmc-card-reader.html

ACHTUNG DIES GILT NUR FÜR SD-KARTEN, TEST MIT ANDEREN KARTEN WAR MIR NICHT MÖGLICH!

Der Fehler liegt laut dieser Seite bei der Einbindung eines fehlerhaften TIFM-Treiber Pakets in den Kernel.
Ob der folgende Lösungsweg auch bei kompletten Kernelupdates durch Ubuntu bestehen bleibt ist nicht klar, daher im schlimmsten Falle vorher einmal deinstallieren und danach neuinstallieren, wobei ich dies vor der schmerzhaften Erfahrung tun würde.

Die Lösung lautet wie folgt:

1. Als erstes sollte man die für Compilierung notwendigen Pakete installieren (im Terminal):

sudo aptitude install build-essential linux-headers-`uname -r`unzip

2. Herunterladen und entpacken der aktuellen TIFM-Software:

wget http://www.geocities.com/dollzrgr8/tifm_install.tar.gz
tar xfvz tifm_install.tar.gz

3. Installation im Terminal:

cd tifm_install/

sudo chmod +x install.sh
./install.sh

(install.sh kompiliert und installiert die Software, daher nicht wundern wenn dies einige Zeit dauert und die Compilerausgaben im Terminal erscheinen)

4. Neustart

Und jetzt müsste der Card Reader wieder perfekt laufen, sollten dennoch Probleme auftreten, was ich aber nicht denke, kann man noch den Schritt 2 von Valentinos ausführen („II. Media Card Reader“)

3) Bluetooth

Bluetooth funktionierte bei mir Out-Of-The-Box, natürlich sollte das Bluetooth Modul, dass in der Wlankarte integriert ist vorher per Drücken der Wlantaste aktiviert sein.
Jedoch funktioniert dies auch schon wenn die Wlankarte noch nicht saubert installiert wurde, bei Valentinos wird noch empfohlen, per Paketverwaltung alle Software zu Installieren, die mit „Blue“ anfängt.

Nach diesen ganzen Tipps und Tricks dürfte der nx6325 fertig eingerichtet sein und perfekt laufen, sollten Jemanden dennoch Fehler auffallen oder einzelne weitere Tricks bekannt sein, so kann er diese gerne Anmerken.

Zur Integration von Wine und Studio8 bzw. Photoshop CS2 werde ich in einem der nächsten Blogs kommen.

Viel Erfolg

ps:
Sicherheitshalber merke ich an, dass ich keine Haftung für die Verwendete Software und für Fehler übernehme, die aus diesen Anleitungen entstehen könnten, ich bin selber um die größte Sorgfalt bei der Dokumentation bemüht, und bei mir verlief dies alles Problemlos. Jedoch sollte man sich sicher sein was man tut.


Sep 02 2007

Einen neuen Entwicklungsserver bitte – Part 1 – Planung

Tag: LinuxKonstantin Elstner @ 11:44

Die Grundgedanken

Fast Jeder, der viel mit Computern und Netzwerken im eigenen Haushalt zu tun hat und das gewissen Know-how hat wird sich irgendwann neben der Wahl von Router, Nutzung von VOIP und der Modernisierung der Netzwerkstruktur, auch damit beschäftigen wie man einen Server zusammenstellt, bzw. was man verbauen will. Ich selber für meinen Part hatte lange Zeit einen kleinen ausgedienten Laptop, einen Lifebook B2175 von FSC, im Einsatz. Jedoch stieß dieser Rechner mit nur 500MhZ und 128MB RAM bald an seine Grenzen. Besonders leidig war das Thema der Performance im Netzwerk, denn trotz großer Festplatte von 100GB waren nur Transferraten von ca. 6MB/sec per Netzwerk möglich, da leider eben eine PCMCIA Netzwerkkarte die Last immer auf den CPU auslagert, und dies nicht wirklich die gewünschte Performance brachte und das in einem Gigabitnetzwerk. Klar war das System ansonsten recht Okay, mit einem aktuellen 2.6.20er Linuxkernel und der Stromverbrauch von grade einmal 16Watt genial, doch die Skalierbarkeit hielt sich im Rahmen.

Also entstand aus der Not heraus der Wunsch nach einem Server der möglichst leise läuft, ich schlafe nur 3m von ihm entfernt, möglichst mit einem geringen Stromverbrauch, denn das läppert sich ja bekanntlich bis zu einer ordentlichen Rechnung über das Jahr hinweg, und letztendlich einer guten Leistung.

Nun war als weiter Rahmen auch noch die Präferenz gesetzt, dass das Gerät doch bitte in kleinen preislichen Dimensionen liegen solle, da alles über 150€ im Moment keine wertliche Rechtfertigung hatte. Okay für die Preise kriegt man zwar nur Secondhand, aber wer weiß. Die Leistungsdimensionen standen auch schnell fest, es sollten mindestens 512MB RAM vorhanden sein und ein CPU der schon mehr als 1,5 GhZ unter der Haube hat, am liebsten ein AMD, die Festplatten blieben erst einmal außen vor.

Die Recherche

Nach diesen Präferenzen hieß es nun abzuwägen und zu suchen. Der erste Gedanke einfach wieder einen Laptop einzusetzen, Secondhand versteht sich per Ebay.de, verfiel schnell wieder, da zum einen die Festplatten im Mobilen Sektor trotz vertikaler Speichertechnik noch immer beschränkt sind, zum anderen ist die Erweiterung per externe HDD auch kein Optimum und bringt nicht wirklich die die Performance, und als wohl letztes Totschlagsargument galten dann die stellen weise gerad zu utopischen Preise die für 2. Geräte bei ebay.de gezahlt und verlangt werden.

Jedoch ließ ich mich von diesen Punkten nicht abschrecken und grübelte weiter. Was wäre denn wenn man ein normales Mainboard nehmen würde und auf dieses eine Stromsparenden Laptopcpu aufsetzen würde? Geht das und könnte man da sparen? Nach einigen Tage füllenden Recherchen fand ich dann die Site http://www.pc-erfahrung.de auf der es eine Vergleichstabelle verschiedener CPUs gab und grade eben die wirklich interessanten Details wie die maximale Leistungsaufnahme! Gesondert viel hier der mobil Sempron 3100+ mit einem Sonora Kern auf (Werte bei mäßiger Last: 43° C, Verbrauch von ca. 18 Watt, bei einem Cache von 256KB, 1,8GHZ, 400MhZ Frontsidebus, Socket 754) also sehr attraktiv der CPU.

Die weiteren Komponenten Waren auch schnell aus Preis- und Leistungsgründen ausgewählt. Ein Asus K8N-E deluxe mit folgenden Daten:

Erweiterungssteckplätze:

  • 1 ( 1 ) x AGP 8x ( 1.5 V )
  • 3 ( 3 ) x Speicher – DIMM 184-PIN
  • 1 ( 1 ) x Prozessor – Socket 754
  • 5 ( 5 ) x PCI

Speicherschnittstellen:

  • Serial ATA-150 – Anschluss/Anschlüsse: 6 x 7-Pin Serial ATA
  • ATA-133 – Anschluss/Anschlüsse: 2 x 40pin IDC

Schnittstellen:

  • 1 x Massenspeicher – Diskettenschnittstelle – IDC 34-polig
  • 1 x Netzwerk – Ethernet 10Base-T/100Base-TX/1000Base-T – RJ-45
  • 1 x parallel – IEEE 1284 (EPP/ECP) – D-Sub (DB-25), 25-polig
  • 1 x seriell – RS-232 – D-Sub (DB-9), 9-polig
  • 1 x Tastatur – generisch – Mini-DIN (PS/2-Typ), 6-polig
  • 1 x Maus – generisch – Mini-DIN (PS/2-Typ), 6-polig
  • 2 x IEEE 1394 (FireWire)
  • 6 x Hi-Speed USB – USB Typ A, 4-polig
  • 1 x Gameport / MIDI – generisch – D-Sub (DB-15), 15-polig
  • 1 x Audio – SPDIF-Ausgang
  • 1 x Audio – SPDIF-Ausgang – RCA
  • 2 x Audio – line-In – 4 PIN MPC
  • Audio – Eingang / Ausgang

Des Weiteren ein Arctic Cooling Alpine 64 wegen seiner guten passiven Abwärme und der geringen Lautstärke. Einmal ein 512MB Corsair CL2.5 PC400 ValueSelect VS512MB400 für die Speicherleistung, der bei Bedarf noch aufgestockt wird. Sowie ein einfaches Seasonic 300GS als Netzteil.

Ich hoffte so die beste Auswahl für eine geringe Leistungsaufnahme, wenig Lärm und viel Leistung gewählt zu haben.

Jedoch ist die Wahl das eine, nun hieß es die Dinge wirklich und preisgünstig in den Händen zu halten. Als erstes hieß es daher den CPU zu ergattern, nach längerer Suche entdeckte ich dann den gesuchten CPU aus zweiter Hand bei Ebay.de. Der Kauf war schnell besiegelt und ich hielt, zwar nur in einen Umschlag verpackt, ihn schnell in den Händen, aber er läuft, für nur rund 19 Euro mit Versand, wobei der NP bei kanpp 200€ gelegen hätte 😉

Leider war das Mainboard nicht ganz so preisgünstig musste ich doch leider knapp 37€ berappen, jedoch wollte ich langsam fertig werden, das Netzteil erstand ich für knapp 15€ als Neugerät bei einem Ebay.de Händler. Kühler und RAM, wie schon verlinkt, kamen jedoch neu von K&M für knapp 50€ im Paket.

Die Grafikkarte, die hier noch in der Aufzählung fehlt, fand ich in einem meiner Kartons, eine einfache alte ATI Karte mit 2MB Speicher, da die Leistung egal war und die Leistungsaufnahme gering, schmerzte mich das doch nicht, denn ein Shell ist selten in 3d 😉

Also in der Summe Ausgaben von 121€ die so auch geplant waren 😉

Doch nun genug für heute, in den nächsten Tagen erzähle ich dann, wie das System auf einem Holzbrett montiert wurde und die Stromaufnahme auf 50-55 Watt gebracht wurde, was meinem Wunsch schon sehr nahe war.


Aug 04 2007

Adobe Creative Suite 3 – No way [Nachtrag]

Tag: Adobe,LinuxKonstantin Elstner @ 11:43

Um das leidige Thema noch einmal aufzugreifen, unter dem Stichwort Online Petition für Adobe auf Linux. Ich hatte noch etwas im Internet gesucht, weil ich mir dachte das ich wohl nicht der einzige mit dieser Idee bin.

Zum Einen gibt es einen sehr interessanten englischsprachigen Artikel von Krogoth in dem er Grundgedanken dazu äußert, was notwendig wäre/ist damit Ubuntu anerkannter wird und auch für Adobe attraktiv genug wird, damit diese ihre Software portieren. Sozusagen ein kurzer Review der aber wirklich nur auf die Basis Fragen eingeht die er mit den sechs Grundfragen tituliert.

Das viel interessantere aber, was ich gefunden habe, war eine schon größere Onlinepetition, bei der immerhin aktuell schon 5250 Unterschriften vor liegen und das wirklich aus der ganzen Welt.

Vielleicht kann man so aktiv mit der Unterschrift dazu beitragen, dass Adobe Produkte bald zumindest in der englischen Version auf Ubuntu und anderen Linux Distributionen lauffähig sind.

Daher kann ich nur empfehlen dort zu unterzeichnen!
http://www.petitiononline.com/adMaLin/petition.html

Sollte noch andere große Onlinepetitionen zum Thema bekannt sein, so bitte ich diese in den Kommentaren zu vermerken. Damit wir alle vielleicht bald sagen können:

Hey ich hab Adobe auf meinem Ubuntu und du?

Ich geh jetzt unterschreiben, bis dahin …


Aug 04 2007

Adobe Creative Suite 3 – No way

Tag: Adobe,LinuxKonstantin Elstner @ 11:40

Da ich vor einiger Zeit einen kurzen Review veröffentlicht hatte, wie man das Studio 8 von damals noch Macromedia unter Ubuntu auf Basis von Wine mit all seinen Problemen (man denke an die Zwischenablage) zum laufen bringt. Dachte ich mir heute Abend, wie es denn eigentlich mit der Creative Suite 3 aussieht?

Man hat ja gewisse Hoffnungen und will mit der Zeit wirklich endgültig auf Ubuntu, restriktive Linux, umsteigen können.

Jedoch musste ich bei meinem heutigen Test feststellen, dass sowohl unter Wine 0.9.33 aus den Repositories, sowie unter einem selbst kompilierten Wine der Version 0.9.42 leider die Creative Suite 3 gar nicht läuft.

Vorab sei anzumerken, dass der Start unter Wine 0.9.42 gar nicht möglich war.

Unter Wine 0.9.33 startete der Photoshop zwar, schloss sich dann aber wieder ohne einen wirklichen Fehlercode wieder zu geben.

Flash und Fireworks quitierten den Dienst mit dem Hinweis, dass die Registrierung fehlerhaft sei und man das Produkt bitte neuinstallieren solle.

Verfahren hatte ich nach dem Howto auf http://blog.publicidadpixelada.com/how-to-adobe-
photoshop-cs2-on-ubuntu-10-steps/
in dem entsprechend leicht abgewandelter Form.

Ein trauriger Schritt in die meines Erachtens nach falsche Richtung, vielleicht sollte man sich zu einer Onlinepetition zusammen schließen um das Interesse Seitens Adobe für die Linuxuser zu wecken?

Zumindest habe ich nun einen Tipp für die unter uns, die an dem Schritt "recode ucs-2..ascii adobe.reg" scheitern, der Trick besteht darin, die Datei mit gedit im UCS-2 Format zu öffnen und dann im westeuropäischen Format abzuspeichern 😉

So viel nun erstmal zu den schlechten Nachrichten, ich hoffe das ich zumindest bald endlich wieder dazukomme auch einmal gutes und interessantes posten zu können.


Mai 30 2007

Adobe Studio 8 & Potoshop CS2 auf Linux

Tag: AllgemeinKonstantin Elstner @ 11:34

Wie versprochen berichte ich nun von der Integration des Adobe Studio 8 und Photoshop CS2 auf Linux Ubuntu auf Basis des Wrappers Wine (Wine is not Emulator).

Die Vorbereitung

Nach der schnellen Installation von Wine aus den Ubuntu Repositories, eine eigene Compilierte Variante ist für Studio 8 und Phosohop CS2 nicht notwendig, ist es dringend notwendig weitere Anpassungen mit dem Winetools von http://www.von-thadden.de/ vorzunehmen.
Hierbei sei anzumerken, dass die aktuelle Winetools-Installation per SH-Script fehlerhaft ist, daher müssen einige Änderungen per Shell vorgenommen werden, außerdem ist eine Manipulierung des Versioncheckers notwendig, detaillierte Information hierzu erhält man im Wiki auf www.ubuntuusers.de.

Nach der Installation von Winetools ist es dringend notwendig per Winetools den IE6 zu installieren, auf DCOM98 kann auf Grund der Integration in die neueste Wineversion aktuell verzichtet werden. Als Standard Umgebung für die Wineprogramme würde ich Windows XP empfehlen, einzelne Systemschriftarten wie Arial sollten auch noch per Winetools installiert werden.

Die Portierung

Meine Anleitung basiert auf dem englischsprachigen Howto von http://blog.publicidadpixelada.com/, ich merke hierbei noch einmal ausdrücklich an, dass ich den Besitz einer original lizenzierten Version des Adobe Studios 8 und Photoshop CS2 voraussetze!

Hingegen den Angaben läuft nach diesen Howto auch Fireworks und Contribute, hier für müssen die in der Wineausgabe angezeigten fehlenden DLLs einfach in den System32 Ordner entpackt werden 😉

Voraussetzungen:

– Eine Ubuntu Version ab 6.10 und alle Updates
– Ein laufendes Windowssystem mit installiertem Studio 8

1. Schritt

Über die Console das Programm recode installieren (notwendig für die Konvertierung der Registry-Keys)

$ sudo apt-get install recode

2. Schritt
Nun kopieren wir folgende Dateien von der Windowspartition:

* Den kompletten Macromedia Ordner von “c:\Program Files\” nach “/home/YOURNAME/.wine/drive_c/Program Files/”

* Kopiere den kompletten Macromedia Ordner von “c:\Documents and settings\All users\Application Data” nach “/home/YOURNAME/.wine/drive_c/window/profile/all users/Application Data/”

* Kopiere den kompletten Macromed (Achtung nicht Macromedia) Ordner von “c:\Windows\system32\” nach “/home/YOURNAME/.wine/drive_c/window/system32/”

* Zum Schluß kopieren wir noch “c:\Program Files\Common Files” nach “/home/YOURNAME/.wine/drive_c/Program Files/Common Files/”

^^ Bitte an die deutschen Pfade Anpassen, da ich mit Windows XP 64bit arbeite kann ich leider keine deutschen Pfade angeben, sie sind aber sehr ähnlich

3. Schritt

Nun müssen wir noch die Registryeinträge übertragen

Windows starten und …

* Start -> Ausführen -> regedit dann exportieren wir komplett “HKEY_LOCAL_MACHINE/Software/Macromedia/” nach “macromedia.reg”

* diesen kopieren wir dann nach Ubuntu, Ubuntu nun starten und die Registry Datei mit folgender Eingabe in das Ascii Format übertragen:
“$ recode ucs-2..ascii macromedia.reg”.

* danach folgendes ausführen:
“$ sudo wine regedit macromedia.reg”

4. Schritt

Das war es auch schon, nun einfach in den entsprechenden Ordner wechseln und Dreamweaver 8.exe bzw. Flash 8.exe mit dem Befehl wine starten.

Wie gesagt läuft Fireworks zu erst nicht, jedoch kann man diesen per Console starten, Fireworks schließt sich dann wieder, jedoch folgt im Wineserver eine Ausgabe mit der fehlenden DLL und diese muss nur einfach in den System32 Ordner im Windows Ordner eingefügt werden 😉

5. Schritt

Auf publicidadpixelada wird auch berichtet wie Photoshop CS2 portiert werden kann, jedoch schlägt des Konvertieren der Registry per Recode fehl 🙁

Vielleicht geschieht dies nur bei deutschen Versionen wer weiß, ich habe jedoch eine Lösung gefunden.
Die Nutzung einer portablen Version von Photoshop funktioniert einwandfrei, jedoch lädt Photoshop dann zwischen 2- 5 Minuten, auch auf Basis eines modernen Systems wie einem Turion X2 TL-52 🙁

Entweder man lädt sich eine portable Version herunter oder man erstellt selber eine nach folgender Anleitung: http://blog.publicidadpixelada.com/how-to-adobe-
photoshop-cs2-in-just-26mb-perfect-for-running-it-on-ubuntu/
.

Gravierende Probleme

So schön sich das alles anhört und so toll es aussieht musste ich leider im Produktiven System einen großen Mängel feststellen, der für mich so gravierend war, dass ich jetzt wieder Windows gezwungener Maßen nutzen musste 🙁
Wie auf winehq.com im Bugreport berichtet ist das Einfügen aus der Zwischenablage in den Livevoransichtsmodus leider nicht möglich! Ein deutscher Fehlerbericht ist hier zu finden.

Soweit so gut dachte ich mir, damit kann man doch leben oder?
Leider nein denn dieser Fehler mit der Zwischenablage macht sich auch in Flash und Photoshop bemerkbar.
Teilweise ist kein Kopieren oder Einfügen möglich, bzw. es gibt Fehlermeldungen, der schlimmste Fall der jedoch bei mir aufgetreten ist, war das blitzartige Schließen bzw. Abstürzen der Programme, was natürlich mit Datenverlust verbunden ist und in einem Fall auch die FLA-Datei zerstörte 🙁

Leider muss ich sagen, dass ein Arbeiten so nicht möglich ist.

Desweiteren sind die Photoshop Arbeitsfenster wie die Werkzeugleiste und die Ebenen immer an erster Stelle und überlagern daher alle anderen Fenster.
Ausgedockte Arbeitsfenster von Flash sind stellenweise grau geworden und konnten erste nach einem Fensterminimieren und dann wieder Maximieren wieder nutzbar gemacht werden, leider wird hierbei jedesmal die Fenstergröße resettet.

Fazit

So schön und Hoffnungsvoll der Ausflug in die Ubuntu Welt war, ein professionelles Arbeiten mit Photoshop und Studio 8 ist leider noch nicht möglich, ich hoffe das die Fehler bald behoben werden und eine Rückkehr möglich ist. Auf einen Ersatz wie Gimp auszuweichen ist auch kaum denkbar, da Gimp zwar ein schönes Tool ist, jedoch nur in RGB arbeitet und in keinster weise mit Photoshop konkurrieren kann, gerade in Sachen Druckvorstufe. Aber dafür zahlt man ja auch eine Menge an Geld, die es so auch wert ist.