Sep 26 2007

Ubuntu && HP nx6325 (Laptop)

Tag: LinuxKonstantin Elstner @ 11:29

Ein sehr interessantes und oft angesprochenes Thema ist die Installation von Ubuntu auf Notebooks.
Da ich selber eher zu der Fraktion gehöre, die Windows ablehnen und auf der Suche sind nach guten Alternativen sind, habe ich mich auch schon mehrfach an der Installation und Anpassung von Ubuntu Linux auf meinen Rechnern versucht. Seid Version 6.10 und der neuen 7.04 (Feisty Fawn = „Entschlossenes Rehkitz“) kann man von einem durch aus ausgereiften OS sprechen, dass mit vielen interessanten Features die User lockt.
Nun will ich mich aber nicht all zu lange an den Ubuntu Details auslassen sondern gleich zum eigentlichen Kern kommen, der Installation von Ubuntu 7.04 auf einem HP nx6325 (Turion X2 TL52, 1 GB Ram, Ati Xpress 1150 Chipsatz).

Vorab sei anzumerken dass es mit der Kubuntuinstallation Probleme gab, bei der Nutzung des fglrx-ati Treibers kam es zu Problemen mit der KDE-Shutdown-Funktion.

Vorab will ich natürlich erst ein großes Dankeschön für die ausführlichen Tipps im Blog „Valentinos tiny WebServer“ danken, der exzellente Vorarbeit geleistet hat und dessen Blog hierbei als direkte Quelle dient.
Letzendlich hat er schon alles wichtige Zusammengefasst, ich gebe daher nur ein kurzes deutsches Review wieder und kommentiere und erweitere mit meinen Erfahrungen.

1) Grafikkarte

Nach der relativ simplen Installation von Ubuntu 7.04 auf dem HP nx6325 empfiehlt es sich zu aller erst den restriktiven Ati Treiber zu aktivieren, bzw. über die Konsole einzurichten, ich wähle hierbei den Weg über die Konsole und beschreibe gleich die notwendigen Schritte um einen externen Monitor als erweitertes Display per Xinerma zu nutzen:

# treiber installation
sudo aptitude install xorg-driver-fglrx
# atitreiber initalisieren
sudo aticonfig –initial
# auf dualscreen setzen
sudo aticonfig –dtop=horizontal

Anschließend Neustart der Grafischen Benutzeroberflächen (GDM) und des X-Servers per Alt+Strg+Backspace

folgendes sei hierbei anzumerken:

1. Solange der Dualscreen nicht aktiviert ist kann der Anschluss eines 2. Monitors bei Start der GDM zu einem Absturz des X-Servers führen

2. Ich habe Probleme mit der OpenGL Wiedergabe bemerkt, dass Bild erscheint verschoben, leider ist mir kein Bugfix bekannt
hierfür am besten zur Wiedergabe von Videos die X11 Option nutzen

3. Es scheint Probleme mit dem Treiber zu geben, wenn man aus dem Ruhemodus oder StandBy starten will, jedoch scheint dies nur den Dualmode zu betreffen

4. Wer die „echten“ Auflösungen seiner Displays nutzen will sollte diese noch in der xorg.conf von X11 einsetzen (Abschnitt Screen 😉 ) Bsp.:

Modes „1400×1050“ „1280×1024“ „1024×768“ „800×600“ „640×480“

2) Wlan mit WPA oder WPA2

Mackenzie hat mich mit seinem kurzen Komment auf eine andere
Möglichkeit hingewiesen wie man die Wlankarte einbinden kann, was ich
natürlich nicht vorenthalten will. Basierend auf folgenden alternative Howto eine kurze Zusammenfassung:

Laut
dem Howto ist der richtige Treiber der Wlankarte schon unter Ubuntu
7.04 eingebunden, jedoch muss dieser erst gesondert „bereit“ gemacht
werden. Hierfür ist das Tool bcm43xx-fwcutter notwendig. Welches wie
folgt installiert werden kann oder unter diesem Link downloadbar ist.

sudo aptitude install bcm43xx-fwcutter

Es
kann sein, das der aktuelle Treiber nicht mit der Wlankarte läuft, dies
würde durch eine Fehlermeldung kommentiert werden die per dmesg abgerufen werden kann. Alternativ lässt sich ein aktueller Treiber hier jetzt hier herunterladen.

Die Installation erfolgt mit folgenden Commandos in der Console:

sudo bcm43xx-fwcutter -w /lib/firmware/`uname -r` <Pfad zum Modul>/wl_apsta.o
sudo rmmod bcm43xx
sudo modprobe bcm43xx

Und somit wäre die Installation abgeschlossen.

Hier wird jedoch berichtet, dass der Netzwerkzugriff mit den Standardtreibern sehr langsam wäre, daher wird dort empfohlen unter ftp://lwfinger.dynalias.org/patches die Datei bcm43xx-softmac-sa.tar.bz2 downzuloaden und wie folgt zu installieren und zu kompilieren:

1. Herunterladen, kompilieren und installieren:

wget ftp://lwfinger.dynalias.org/patches/bcm43xx-softmac-sa.tar.bz2
bunzip2 -c bcm43xx-softmac-sa.tar.bz2 | tar x
cd bcm43xx-softmac-sa
./configure
sudo make install

2. Laden des aktuellen Treibers

sudo rmmod bcm43xx
sudo modprobe bcm43xx
Und die Setup ist abgeschlossen.

Die Alternative mit dem schnelleren Treiber habe ich noch nicht getestet, jedoch grade eben 😉 die angegebene Variante und ich war überrascht wie schnell und Problem los das ganze hin gegen der ndiswrapper Variante funktionierte.

Kein lästiges Kabel und Akkuentfernen mehr und sofortiges los surfen auch mit WPA2 genial 😉

2. der Media Card Reader

Seit Ubuntu 7.04 funktioniert dieser „Out-Of-The-Box“, daher ohne Konfiguration, ich will hierbei jedoch nicht verschweigen das ich Probleme mit SD-Karten hatte, die größer als 16MB waren.

Nach einigen googeln fand ich die folgende Lösung:

http://ubuntulinuxtipstricks.blogspot.com/
2007/04/texas-instruments-sdmmc-card-reader.html

ACHTUNG DIES GILT NUR FÜR SD-KARTEN, TEST MIT ANDEREN KARTEN WAR MIR NICHT MÖGLICH!

Der Fehler liegt laut dieser Seite bei der Einbindung eines fehlerhaften TIFM-Treiber Pakets in den Kernel.
Ob der folgende Lösungsweg auch bei kompletten Kernelupdates durch Ubuntu bestehen bleibt ist nicht klar, daher im schlimmsten Falle vorher einmal deinstallieren und danach neuinstallieren, wobei ich dies vor der schmerzhaften Erfahrung tun würde.

Die Lösung lautet wie folgt:

1. Als erstes sollte man die für Compilierung notwendigen Pakete installieren (im Terminal):

sudo aptitude install build-essential linux-headers-`uname -r`unzip

2. Herunterladen und entpacken der aktuellen TIFM-Software:

wget http://www.geocities.com/dollzrgr8/tifm_install.tar.gz
tar xfvz tifm_install.tar.gz

3. Installation im Terminal:

cd tifm_install/

sudo chmod +x install.sh
./install.sh

(install.sh kompiliert und installiert die Software, daher nicht wundern wenn dies einige Zeit dauert und die Compilerausgaben im Terminal erscheinen)

4. Neustart

Und jetzt müsste der Card Reader wieder perfekt laufen, sollten dennoch Probleme auftreten, was ich aber nicht denke, kann man noch den Schritt 2 von Valentinos ausführen („II. Media Card Reader“)

3) Bluetooth

Bluetooth funktionierte bei mir Out-Of-The-Box, natürlich sollte das Bluetooth Modul, dass in der Wlankarte integriert ist vorher per Drücken der Wlantaste aktiviert sein.
Jedoch funktioniert dies auch schon wenn die Wlankarte noch nicht saubert installiert wurde, bei Valentinos wird noch empfohlen, per Paketverwaltung alle Software zu Installieren, die mit „Blue“ anfängt.

Nach diesen ganzen Tipps und Tricks dürfte der nx6325 fertig eingerichtet sein und perfekt laufen, sollten Jemanden dennoch Fehler auffallen oder einzelne weitere Tricks bekannt sein, so kann er diese gerne Anmerken.

Zur Integration von Wine und Studio8 bzw. Photoshop CS2 werde ich in einem der nächsten Blogs kommen.

Viel Erfolg

ps:
Sicherheitshalber merke ich an, dass ich keine Haftung für die Verwendete Software und für Fehler übernehme, die aus diesen Anleitungen entstehen könnten, ich bin selber um die größte Sorgfalt bei der Dokumentation bemüht, und bei mir verlief dies alles Problemlos. Jedoch sollte man sich sicher sein was man tut.


Sep 02 2007

Einen neuen Entwicklungsserver bitte – Part 1 – Planung

Tag: LinuxKonstantin Elstner @ 11:44

Die Grundgedanken

Fast Jeder, der viel mit Computern und Netzwerken im eigenen Haushalt zu tun hat und das gewissen Know-how hat wird sich irgendwann neben der Wahl von Router, Nutzung von VOIP und der Modernisierung der Netzwerkstruktur, auch damit beschäftigen wie man einen Server zusammenstellt, bzw. was man verbauen will. Ich selber für meinen Part hatte lange Zeit einen kleinen ausgedienten Laptop, einen Lifebook B2175 von FSC, im Einsatz. Jedoch stieß dieser Rechner mit nur 500MhZ und 128MB RAM bald an seine Grenzen. Besonders leidig war das Thema der Performance im Netzwerk, denn trotz großer Festplatte von 100GB waren nur Transferraten von ca. 6MB/sec per Netzwerk möglich, da leider eben eine PCMCIA Netzwerkkarte die Last immer auf den CPU auslagert, und dies nicht wirklich die gewünschte Performance brachte und das in einem Gigabitnetzwerk. Klar war das System ansonsten recht Okay, mit einem aktuellen 2.6.20er Linuxkernel und der Stromverbrauch von grade einmal 16Watt genial, doch die Skalierbarkeit hielt sich im Rahmen.

Also entstand aus der Not heraus der Wunsch nach einem Server der möglichst leise läuft, ich schlafe nur 3m von ihm entfernt, möglichst mit einem geringen Stromverbrauch, denn das läppert sich ja bekanntlich bis zu einer ordentlichen Rechnung über das Jahr hinweg, und letztendlich einer guten Leistung.

Nun war als weiter Rahmen auch noch die Präferenz gesetzt, dass das Gerät doch bitte in kleinen preislichen Dimensionen liegen solle, da alles über 150€ im Moment keine wertliche Rechtfertigung hatte. Okay für die Preise kriegt man zwar nur Secondhand, aber wer weiß. Die Leistungsdimensionen standen auch schnell fest, es sollten mindestens 512MB RAM vorhanden sein und ein CPU der schon mehr als 1,5 GhZ unter der Haube hat, am liebsten ein AMD, die Festplatten blieben erst einmal außen vor.

Die Recherche

Nach diesen Präferenzen hieß es nun abzuwägen und zu suchen. Der erste Gedanke einfach wieder einen Laptop einzusetzen, Secondhand versteht sich per Ebay.de, verfiel schnell wieder, da zum einen die Festplatten im Mobilen Sektor trotz vertikaler Speichertechnik noch immer beschränkt sind, zum anderen ist die Erweiterung per externe HDD auch kein Optimum und bringt nicht wirklich die die Performance, und als wohl letztes Totschlagsargument galten dann die stellen weise gerad zu utopischen Preise die für 2. Geräte bei ebay.de gezahlt und verlangt werden.

Jedoch ließ ich mich von diesen Punkten nicht abschrecken und grübelte weiter. Was wäre denn wenn man ein normales Mainboard nehmen würde und auf dieses eine Stromsparenden Laptopcpu aufsetzen würde? Geht das und könnte man da sparen? Nach einigen Tage füllenden Recherchen fand ich dann die Site http://www.pc-erfahrung.de auf der es eine Vergleichstabelle verschiedener CPUs gab und grade eben die wirklich interessanten Details wie die maximale Leistungsaufnahme! Gesondert viel hier der mobil Sempron 3100+ mit einem Sonora Kern auf (Werte bei mäßiger Last: 43° C, Verbrauch von ca. 18 Watt, bei einem Cache von 256KB, 1,8GHZ, 400MhZ Frontsidebus, Socket 754) also sehr attraktiv der CPU.

Die weiteren Komponenten Waren auch schnell aus Preis- und Leistungsgründen ausgewählt. Ein Asus K8N-E deluxe mit folgenden Daten:

Erweiterungssteckplätze:

  • 1 ( 1 ) x AGP 8x ( 1.5 V )
  • 3 ( 3 ) x Speicher – DIMM 184-PIN
  • 1 ( 1 ) x Prozessor – Socket 754
  • 5 ( 5 ) x PCI

Speicherschnittstellen:

  • Serial ATA-150 – Anschluss/Anschlüsse: 6 x 7-Pin Serial ATA
  • ATA-133 – Anschluss/Anschlüsse: 2 x 40pin IDC

Schnittstellen:

  • 1 x Massenspeicher – Diskettenschnittstelle – IDC 34-polig
  • 1 x Netzwerk – Ethernet 10Base-T/100Base-TX/1000Base-T – RJ-45
  • 1 x parallel – IEEE 1284 (EPP/ECP) – D-Sub (DB-25), 25-polig
  • 1 x seriell – RS-232 – D-Sub (DB-9), 9-polig
  • 1 x Tastatur – generisch – Mini-DIN (PS/2-Typ), 6-polig
  • 1 x Maus – generisch – Mini-DIN (PS/2-Typ), 6-polig
  • 2 x IEEE 1394 (FireWire)
  • 6 x Hi-Speed USB – USB Typ A, 4-polig
  • 1 x Gameport / MIDI – generisch – D-Sub (DB-15), 15-polig
  • 1 x Audio – SPDIF-Ausgang
  • 1 x Audio – SPDIF-Ausgang – RCA
  • 2 x Audio – line-In – 4 PIN MPC
  • Audio – Eingang / Ausgang

Des Weiteren ein Arctic Cooling Alpine 64 wegen seiner guten passiven Abwärme und der geringen Lautstärke. Einmal ein 512MB Corsair CL2.5 PC400 ValueSelect VS512MB400 für die Speicherleistung, der bei Bedarf noch aufgestockt wird. Sowie ein einfaches Seasonic 300GS als Netzteil.

Ich hoffte so die beste Auswahl für eine geringe Leistungsaufnahme, wenig Lärm und viel Leistung gewählt zu haben.

Jedoch ist die Wahl das eine, nun hieß es die Dinge wirklich und preisgünstig in den Händen zu halten. Als erstes hieß es daher den CPU zu ergattern, nach längerer Suche entdeckte ich dann den gesuchten CPU aus zweiter Hand bei Ebay.de. Der Kauf war schnell besiegelt und ich hielt, zwar nur in einen Umschlag verpackt, ihn schnell in den Händen, aber er läuft, für nur rund 19 Euro mit Versand, wobei der NP bei kanpp 200€ gelegen hätte 😉

Leider war das Mainboard nicht ganz so preisgünstig musste ich doch leider knapp 37€ berappen, jedoch wollte ich langsam fertig werden, das Netzteil erstand ich für knapp 15€ als Neugerät bei einem Ebay.de Händler. Kühler und RAM, wie schon verlinkt, kamen jedoch neu von K&M für knapp 50€ im Paket.

Die Grafikkarte, die hier noch in der Aufzählung fehlt, fand ich in einem meiner Kartons, eine einfache alte ATI Karte mit 2MB Speicher, da die Leistung egal war und die Leistungsaufnahme gering, schmerzte mich das doch nicht, denn ein Shell ist selten in 3d 😉

Also in der Summe Ausgaben von 121€ die so auch geplant waren 😉

Doch nun genug für heute, in den nächsten Tagen erzähle ich dann, wie das System auf einem Holzbrett montiert wurde und die Stromaufnahme auf 50-55 Watt gebracht wurde, was meinem Wunsch schon sehr nahe war.